Auszeit am anderen Ende der Welt

Reisen, Zeit für die Familie, Kraft tanken, Weiterbildungen: Jeder von uns hat ganz persönliche Ziele, Wünsche und Prioritäten im Leben. Damit diese mit dem strukturierten Arbeitsalltag kombiniert werden können, bietet die DSV-Gruppe ihren Mitarbeiter*innen die Chance einer längeren Auszeit.

Neuseeland_Lake

Friederike hat ein 3-monatiges Sabbatical in Neuseeland gemacht und erzählt Euch von den Plänen, den Vorbereitungen und ihrem Abenteuer am anderen Ende der Welt:

Ich bin Friederike und bin seit 2015 Personalreferentin in der DSV-Gruppe. Im Laufe der Jahre sammelt jeder von uns die ein oder andere Überstunde an. Ich habe meine von Anfang an auf einem extra Zeitkonto gutschreiben lassen. Als es dann mal wieder eine sehr stressige Arbeitsphase gab, sagte ich scherzhaft zu meinen Kolleginnen: "Wenn das bald nicht ruhiger wird, dann mach ich eine Auszeit!" Dieser Gedanke hat mich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr losgelassen und Ende 2018 stand dann für mich fest: Ich tue es! Ich will nach Neuseeland!

Ich will nach Neuseeland!

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Kurz vor Weihnachten und ein Jahr vor Beginn meiner Auszeit habe ich meinem Chef den Antrag mit einem Grinsen vorgelegt: "Es ist wie eine Schwangerschaft... nur kürzer ;-) !" Nachdem der Antrag genehmigt wurde war ich direkt im Reisefieber: Flug buchen, Kolleginnen informieren, Pläne schmieden. Ich liebe die Vorfreude auf Reisen genauso sehr wie das Reisen selbst: Zur Vorbereitung auf mein Abenteuer am anderen Ende der Welt habe ich viele Reiseführer und -blogs gelesen, eine Route geplant und wollte alles über 'Freedom Camping' wissen. Ich buchte einen Camper Van und beliebte Mehrtageswanderungen auf den 'Great Walks' im Voraus und kümmerte mich um eine Auslandskrankenversicherung. Ich wusste, welche Orte und Sehenswürdigkeiten ich unbedingt besuchen wollte. Klar war aber auch, dass ich Zeit haben möchte mich ohne Reisestress treiben zu lassen.

Ab Sommer habe ich mit meinen Kolleginnen die Vertretung vorbereitet. Fünf Kolleginnen sind für mich eingesprungen, wofür ich unglaublich dankbar bin! Mitte Dezember die ersten Verabschiedungen: "Bis in 3,5 Monaten!" Das zu sagen, ist wirklich ein merkwürdiges Gefühl ;-) Eine Abschiedsparty mit Brezelfrühstück und Neuseeland-Fotoshow im Büro durfte nicht fehlen. Dann der letzte Tag im Büro. Ich war vorbereitet. Mein Plan ist aufgegangen. Alles war übergeben und ich ging an diesem Tag mit einem riesigen Freiheitsgefühl nach Hause.

Das Abenteuer beginnt

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Nach Weihnachten traf ich die letzten Vorbereitungen, packte meinen Rucksack am Neujahrsmorgen und fuhr am 2. Januar 2020 nach Frankfurt, um über Hongkong nach Christchurch zu fliegen. Mein Abenteuer am anderen Ende der Welt begann: 11 Wochen pure Freiheit! Mit dem Camper Van ging es an die entlegensten Orte Neuseelands. Ich legte 10.000 km zurück. Begeistert haben mich die unglaublichen Weiten des Landes, die sich schnell veränderte Landschaft (Berge, Gletscher, Karibik-Strände, Steilküsten, Sanddünen, Vulkane), die Freundlichkeit der Kiwis, die tolle Tierwelt, Festivals, Heißluftballon fahren, Mehrtageswanderungen und noch vieles mehr. So viele Erinnerungen haben sich eingebrannt und ich müsste eigentlich jede Seite meines Reisetagebuchs zitieren. Das Schöne an der Reise war zu merken, wie wenig man im Leben braucht, um glücklich zu sein. Eins war mir schon vor der Reise klar: Die Erinnerungen bleiben ein Leben lang!

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Ein Thema, das unser aller Leben in den letzten Monaten auf den Kopf stellt, begleitete mich am Ende meiner Auszeit: die Corona-Pandemie. Als ich von meinem spontanen Trip in die Südsee nach Neuseeland zurückkehrte, wurden dort kurz darauf die Grenzen geschlossen. Die letzte Woche der Reise verbrachte ich mit Lesen und Googeln in meinem Camper und in Auckland. Ich saß in Cafés, besuchte Bars und ging shoppen - ohne Ausgangssperre. Zu diesem Zeitpunkt zählte Neuseeland gerade einmal vier Corona-Infizierte. Einige Geschäfte wurden geschlossen, Klopapier war auch hier ausverkauft ;-) und in den Lokalen wurden Desinfektionsspender aufgebaut. Mein Rückflug nach Hause verlief planmäßig, da hatte ich wirklich großes Glück! Die Welt, in der ich zuhause wieder ankomme, ist eine andere: Ich kann meine Familie und Freunde nach so langer Zeit nicht in die Arme schließen. Ich begebe mich für zwei Wochen freiwillig in Selbstisolation. Und ich beginne meine Arbeit im Homeoffice.

Just go with the flow

Mein Fazit? Ich würde jederzeit wieder ein Sabbatical machen! Ich kann mich sehr glücklich schätzen, eine Reise ohne Einschränkungen oder frühzeitiges Ende erlebt zu haben. Neuseeland und seine Leute haben mich inspiriert, manche Dinge zu ändern oder anders zu sehen. Entspanntheit und Gelassenheit sind nur zwei davon. In diesem Sinne: "Just go with the flow..." :-)

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