Medien unter Beobachtung

Monitoring
Die Kommunikation von Kunden und Öffentlichkeit im Blick haben – das ist besonders wertvoll bei brenzligen Themen.

Medien unter Beobachtung

Nicht nur Medien setzen Themen in die Welt. Agendasetter sind auch Kunden und die Öffentlichkeit. Deren Wirkmacht beschrieb der Medienwissenschaftler Professor Bernhard Pörksen auf der letzten Fachtagung für Marketing und Vertrieb in Stuttgart. Unternehmen müssen also wissen, welche Kanäle und Medien gerade relevant und eventuell konfliktträchtig sind.

Die Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS) hat mit dem 360-Grad-Monitoring des SFP „alles im Blick, was unser Institut betrifft“, so Cornelia Kuhlmey von der Pressestelle. Beispielhaft nennt sie Twitter, wo kürzlich der Abbau eines Geldautomaten thematisiert wurde. Dank aktueller Infomeldungen war man sofort über die Inhalte informiert. „Sehr hilfreich, da wir selbst nicht auf Twitter aktiv sind“, sagt Cornelia Kuhlmey. Hauptsächlich entlaste das tägliche Webmonitoring enorm von viel eigener Recherchearbeit. Jeden Morgen erhält sie via E-Mail alle schlagwortbasierten MBS-Nennungen aus den sozialen und Online-Medien.

Zusammen mit dem digitalen Medienspiegel vom SFP zu Print, Radio und TV überblickt die Flächensparkasse so die breite regionale Medienlandschaft. Daraus ließen sich wertvolle Schlüsse ziehen für die Kommunikationsarbeit.

„Ist mit kritischen Stimmen zu rechnen, wird die Schlagwortsuche erweitert. Vor einiger Zeit etwa anlässlich einer Preiserhöhungswelle für Kontomodelle in der Bankenwelt: Durch Beobachtung der Kommunikation anderer Sparkassen und Banken konnten wir denkbare Kundenreaktionen antizipieren.“ Entsprechend gut war die MBS bei ihrer eigenen Preisanpassung vorbereitet, etwa mit Sprachregelungen für die Mitarbeiter, „was Sicherheit und Kompetenz gebracht hat“.

Visualisierung in Echtzeit

Für 2019 plant SFP das Rollout des 360-Grad- Monitorings, also die laufende Auswertung und Evaluation aller Medienkanäle mit regelmäßigen und Ad-hoc-Resonanzanalysen sowie Reportings. Parallel gibt es Live-Auswertungen mit instituts- und verbandsindividuellen Zugängen zu onlinebasierten Analyse-Dashboards mit Trefferlisten und Auswertungsgrafiken. Ziel: die Echtzeit-Visualisierung der Stimmungslage vor allem in Web und Social Media.