In Sekunden selbst identifizieren

ONBOARDING: Der neue eID-Service ergänzt schon vorhandene digitale Identverfahren – und beschleunigt den medialen Vertrieb.

eID

Etwa 37 Millionen Personalausweise mit aktivierter Online-Ausweisfunktion (eID) sind in Umlauf. Digital beantragt werden damit zum Beispiel Kfz-Zulassungen, Elterngeld, BAföG, Corona-Überbrückungsgeld sowie die digitalen Dienste der Deutschen Rentenversicherung. Über 130 praktische Anwendungen existieren mittlerweile – und werden zunehmend häufiger genutzt: Allein im letzten Jahr stiegen die Verwendungen der eID um 380 Prozent. Ab dem zweiten Quartal sollen nun auch Sparkassenkunden diese Identfunktion einsetzen können. „Das eröffnet uns erweiterte Möglichkeiten der Kundengewinnung, der Digitalisierung unseres Geschäftsmodells und der effizienten Nachnutzung für Legitimationsvorgänge im Filialbereich“, bestätigt die pilotierende Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg. „Die Lösung eID von S-MM ergänzt sinnvoll Verfahren wie Digitaler Ausweis-Service oder die Videolegitimation.“

„Unsere Kunden erwarten immer selbstverständlicher, dass sie Services online und 24/7 nutzen können. Wir sehen also große Relevanz, unser digitales Ökosystem weiter auszubauen“, erklärt Kristina Pape, Produktmanagerin für digitale Services bei der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg. Sie pilotiert den eID-Service seit Dezember im Prozess der medialen Girokontoeröffnung. Der medienbruchfreie Abschluss im Self-Service der Internet-Filiale ist die Option für digitalaffine Bestands- oder Neukunden, die ihre Legitimation lieber selbst in die Hand nehmen, als sich per Video führen zu lassen. Einbinden lässt sich die Lösung auch im Produktvertrieb der KSC und Digitalen Beratungs Center.

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Man könne zum eID-Service nur Positives berichten. „Ein großer Vorteil dieser Selbstidentifikation: Sie läuft anders als die Videolegitimation komplett Mitarbeiter-unabhängig“, erläutert Kristina Pape. Von der Kundenseite her registriert sie „Neugierde und Interesse, was wir an den Klickzahlen auf der Contentseite mit den zwei Identifizierungs-Angeboten beobachten: 30 Prozent der Seitenbesucher sehen die Infos zum neuen eID-Service an, 20 Prozent davon nutzen den Dienst dann tatsächlich“, beschreibt Pape das Interesse.

Auch für künftige Anwendungen und Produkte dürfte die Lösung einen schnellen, einfachen Weg eröffnen. Man will sie überall dort anbieten, wo auch die Videolegitimation eingesetzt ist. Die Pilotierung mit der S-MM funktioniere reibungslos, auch dank engagiertem Ansprechpartner und umfangreichem Werbematerial.

Mit einem NFC-fähigen Smartphone oder Tablet identifiziert sich der Kunde GwGkonform über eine App: Ausweis-PIN eingeben, eID auslesen, Ausweis fotografieren und TAN eingeben, fertig in 60 Sekunden. Diese Eigenleistung des Kunden bindet keine Personalressourcen und macht Sparkassen mit dem Service zu Vorreitern in der Finanzbranche.