Baguettes mit Cashback

S-Cashback regional
Wie man es erfolgreich einführt  – aus Perspektive einer Sparkasse und einer Bäckerei.

Die Kreissparkasse Köln integrierte Anfang 2018 S-Cashback in ihr Kundenportal „ S-Erleben“. Firmenkundenberater Carsten Schlegel zu den Hürden: „ Anfangs standen wir vor einem typischen Henne-Ei-Problem: Soll man primär bei den Händlern oder bei den Kunden ansetzen?“ Fakt ist, je mehr Händler mitmachen, desto wahrnehmbarer wird S-Cashback und umso mehr Karteninhaber machen mit. „ Wichtig ist, Händler mit vielen Standorten und Terminals anzusprechen. Also auch Bäckereien oder Baumärkte“, so Schlegel.

Der Aufwand hat sich gelohnt: „ Seit Akquisestart im Herbst 2017 konnten wir über 500 Kooperationspartner mit mehr als 800 Standorten gewinnen.“ Vor allem wirke die aktive persönliche Ansprache durch Berater: „Wir leiten dann an die S-Markt & Mehrwert über, die alle weiteren Details und die konkrete Umsetzung mit dem Händler klärt  – und uns damit entlastet.“ Gefragt nach der medialen Unterstützung nennt er Online- und Printmedien für den Händler-PoS sowie für die Sparkasse.

Es lohnt sich für alle

Aus Sicht des Firmenkundenberaters rechnet sich gut etabliertes regionales Cashback für die Sparkasse: Der forcierte Karteneinsatz sorge für entsprechende Umsätze und reduzierten Bargeldeinsatz  – was auch im Interesse des Handels sei. Natürlich stärke Cashback zudem den Terminal-Absatz; hier helfe der Trend zum kontaktlosen Bezahlen. So baute seine Sparkasse die Terminal-Infrastruktur beispielsweise bei einem Backbetrieb von 12 auf alle 41 Filialen aus.

Die Feedbacks der Einzelhändler seien durchweg positiv, „ auch weil wir ihnen eine bequeme Werbeplattform bieten und letztlich ihre Wirtschaftskraft und somit die ganze Region stärken“.

PRAXISBEISPIEL BÄCKEREI

Die Bäckerei Gilgen‘s betont von jeher ihre Regionalität. „ Ein Grund mehr, sich mit S-Cashback einem regionalen Netzwerk anzuschließen“, erklärt Geschäftsführerin Manuela Gilgen. Alle 41 Filialen bieten drei Prozent Cashback aufs gesamte Sortiment an  – und machen so ihren Kunden bargeldloses Bezahlen schmackhaft. „ Viele kamen gar nicht auf die Idee, beim Bäcker mit Karte zu zahlen“, so Gilgen. Umso wichtiger sei es, die Mitarbeiter als Multiplikatoren zu gewinnen, etwa mithilfe eines Sparkassen-Workshops.

Erste Zwischenbilanz: Der Terminal-Umsatz mit S-Cashback steigt (siehe Kasten). „ Jetzt passiert es sogar, dass Kunden mehr kaufen als geplant, weil sie mit Karte auf jeden Fall flüssig sind.“