Neue Filialkonzepte für starken Multikanalvertrieb

Wie sieht die Filiale der Zukunft aus? Die Stadtsparkasse Wuppertal realisiert von der Planung bis zur Eröffnung mit dem Deutschen Sparkassenverlag (DSV) eine mustergültige Uni-Filiale. Der Impulsgeber für weitere Filialen im Geschäftsgebiet soll pünktlich zum Wintersemester öffnen.

Die Trendstudie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO „Bank & Zukunft“ bestätigt den Wunsch der Kunden nach innovativen Bankkonzepten. Der DSV ist seit 2015 Projektmitglied im Innovationsforum „Bank und Zukunft“ des Fraunhofer IAO und unterstützt Sparkassen bei der Planung und Umsetzung innovativer Filiallösungen umfassend. So auch aktuell die Stadtsparkasse Wuppertal, die mit 34 Geschäftsstellen rund 355.000 Wuppertalern eine finanzielle Rundum-Versorgung bietet. Die neue Filiale für 26.000 Studierende und Mitarbeiter der Uni soll als neuer Filialtyp den stationären Vertrieb mit dem digitalen intelligent verbinden. Die Anforderungen: Beratungszimmer, multifunktionaler Raum auch für Veranstaltungen, Lounge-Charakter und zudem ein Shop-in-Shop-Konzept mit Uni-Merchandising sowie Barrierefreiheit. Eine echte Herausforderung auf 70 Quadratmetern.

„Ziel ist die Durchgängigkeit unserer Auftritte. Die Erlebniswelten der stationären und digitalen Filiale müssen bestens harmonieren“, betont Stefan Quel, Abteilungsdirektor Organisation und IT. Entsprechend integriert die Filiale die neueste Technik für die Multikanalkommunikation (z. B. Touchpult für PoS-Content) und den Beratungsprozess, etwa Tablet-PC, Flatscreen und interaktives Whiteboard.

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Basierend auf der neuen DSV-Filialkonzeption in drei Schritten erfolgte der Planungsprozess aus Institutssicht in nur dreieinhalb Arbeitstagen: So erarbeitete das Projektteam der Sparkasse mit dem DSV und seinem Kooperationspartner 3X Banktechnik am ersten Tag das Zielbild und die Rahmenbedingungen (Modul 1 Zielbild). Im Modul 2 erstellte das Team in anderthalb Tagen die Planung am Funktionsmodell im Maßstab 1:25, die anschließend in eine Umsetzungsdarstellung mit 3D-Visualisierungen übertragen wurde. Ergebnis von „Modul 3 Vorstandspräsentation“ war die Ausarbeitung der Präsentation mit Kostenschätzung und Zeitplanung.

Zielführend: „Bauen am Modell“

„Bereits zu Beginn des Planungsprozesses gab es viele Ideen. Umso größer also die Herausforderung, die richtigen Prioritäten zu setzen“, erklärt Quel. Als hilfreich erwies sich dabei die Planung am Funktionsmodell. Das „Bauen am Modell“ veranschaulichte allen Beteiligten, was tatsächlich auf kleinstem Raum möglich und sinnvoll ist. Ergebnis nach einem Tag im Planungsstudio: zwei Entwürfe, die eine breite Akzeptanz versprechen, waren doch Sparkassenmitarbeiter aus Orga/IT, Kommunikation und Vertriebsmanagement, Gebäudemanagement und nicht zuletzt ein erfahrener Filialleiter beteiligt.

Beide Varianten setzen auf die modulare Systembauweise, die der DSV anbietet und mit denen die Filiale schnell und kostengünstig anpassbar ist. „Dieser leicht adaptierbare Filialtypus ermöglicht unseren Beratern, neue Wege in der Kundenansprache zu gehen und schafft zu-dem mehr Raum für Kundenerlebnisse wie Events im Rahmen unseres Kundenbindungsprogramms“, betont Stefan Quel.