Kunst am Bau: Gut für die Raumatmosphäre

Mit der Open-Space-Kultur in Sparkassenneubauten weichen kleine Büroräume und damit auch weiße Wände.


Bilder: Conny J. Winter

Dafür fungiert nun vermehrt transparentes Glas als Raumteiler. Besonders beliebt ist künstlerisch gestaltetes Glas, bei dem Zeichnungen digitalisiert und als Klebefolie oder mit einem Druckverfahren transferiert werden.

So realisierte das DSV Kunstkontor des Deutschen Sparkassenverlags beispielsweise für die Sparkasse Allgäu gläserne Trennwände mit Textfragmenten namhafter Autoren wie Friedrich Nietzsche, Ingeborg Bachmann oder Peter Handke. Im Vorfeld hatte sich die beauftragte Künstlerin Brigitte Waldach mit der Frage befasst, wie Literatur auf den Betrachter in einer alltäglichen Umgebung wirkt. Die Zeichnungen und ausgewählten Texte wurden per Digitaldruck auf die Gläser übertragen

Einen funktionalen Zweck kann Kunst auch als Schallschutz erfüllen: durch im Kunstwerk unsichtbar integrierte Akustik-Schallabsorber aus Melaminharz. Dafür wird zuvor eine digitalisierte Malerei, Collage oder Fotografie als Pigmentdruck auf hochwertiges textiles Gewebe aufgebracht. Das DIN-zertifizierte und nach dem Öko-Text-Standard 100 schadstoffgeprüfte Textilgewerbe zeichnet sich nicht nur durch einen Schallabsorberwert der Klasse A aus, sondern auch durch eine gute Wärmedämmung. Die Formatauswahl lässt sich beliebig auf die Wandflächen vor Ort abstimmen. Das DSV Kunstkontor bietet diese neue Kombination aus Schallschutz und zeitgenössischer Kunst mit Arbeiten des Künstlerduos Christa und Conny J. Winter an.